Superfoods!!!

29.10.2015

                     - Superfood -

 

Als toller Werbeslogan und top angesagt bei gesundheitsbewußten Menschen. geistert dieser Begriff durch unsere Medienlandschaft.

Acai, Gojibeeren, Granatapfel, Chiasamen, Moringablätter sind Beispiele dieser tollen Lebensmittel.

Brot und Brötchen mit Chiasamen oder Stollen und Feingebäck mit Gojibeeren und Moringapulver sind sprichwörtlich in aller Munde.

Sogar die Backmittelindustrie hat diese SF(Superfoods) für sich entdeckt und diverse Backmischungen entwickelt, sodaß jeder 08/15 Bäcker solche "gesunden" Produkte anbieten kann.

 

Sind diese SF tatsächlich so gesund wie man uns glauben machen möchte?

 

Auf eine detaillierte Gegenüberstellung der einzelnen Närwerte werde ich hier verzichten, das könnt ihr an anderer Stelle besser nachlesen.

 

Fakt ist - ganz klar die SFs haben ihre Berechtigung als gesunde LM zu Recht.

 

                                      Aber!

 

Fakt ist auch - solche SFs haben wir hier auch!

 

Schwarze Johannisbeeren aus unserem Garten halten locker mit den Inhaltsstoffen der Gojibeere mit und übertreffen sie beim Vitamin C Gehalt um das 10 fache (und das obwohl ich hier frische Schw. Joh. mit getrockneten Gojis verglichen hab).

 

Auch die Chiasaat kann unseren regional angebauten Leinsamen nicht in den Schatten stellen. Nur beim Calciumgehalt hat da die CS die Nase deutlich vorne. Dafür punktet unsere LS deutlich bei den einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

 

Zuletzt noch das Moringapulver (Moringablätter sind nicht verfügbar), das verspricht uns:

- 17 mal mehr Calcium als Milch

- 4 mal höherer Betakarotingeh. als Karotten

- 15 mal mehr Kalium als Bananen

- 25 mal mehr eisengeh. als Spinat und

- 7 mal mehr Vitamin C geh. als Orangen

 

Vorsicht! Moringapulver ist ein Konzentrat aus getrockneten Moringablättern. Hier werden 100g "Konzentrat" verglichen mit 100g frischen Produkten.

Würden wir jetzt z.B. Moringapulver mit Spinatpulver vergleichen würde das Sp. mit 35g Eisen/100g gegenüber des Mp. mit 28g Eisen/100g sogar besser abschneiden.

Beim Vergleich mit Michpulver ist der Gehalt zwar immer noch 1,5 bis 2 mal so hoch. Das hört sich aber nicht mehr so spektakulär an als 17 mal mehr.

Ach, und im Vergleich mit Mohn zieht das Mp. sogar den kürzeren. Würde man dem Mohn das Fett entziehen hätten wir hier einen Calciumgehalt von ca 2500mg/100g gegenüber 2000mg/100g beim Mp., was für ein Blattgemüse aber natürlich immer noch sehr viel ist.

 

Moringa enthält also:

- annähernd doppelt soviel Calcium als milch

- ein Viertel der Betakarotinmenge von Karotten

- fast soviel Kalium wie Bananen aber nur ein Viertel der Kaliummenge von Spinat

- nur 80% der Eisenmenge von Spinat

- nur halb soviel Vitamin C als Orangen und nur 0,17% von Acerolakirschsaftpulver

 

Immer noch ein Superfood aber doch nicht mehr so fantastisch wie wir glauben sollen.

 

Deßhalb werden wir unsere Backwaren weiterhin mit regionalen, heimischen Superfoods backen

 

Das stärkt unsere Landwirtschaft und schont die Umwelt!

 

 

 

 

 


 61 Kilo abgenommen (zusammen)

26.02.2015

Weil sich bei mir in puncto Gewicht gerade nicht sehr viel tut, das bewegt sich gerade im Kommabereich, berichte ich heute mal über eine andere Erfolgsstory.

 

Vor ca 10 Monaten hat mich Herbert (Name wurde nicht geändert) angesprochen.

 

"Wie hast du das gemacht mit dem abnehmen?"

Damals hatte ich schon 25 Kilo abgenommen!

Kurz darauf haben wir uns zusammengesetzt und ich hab Herbert mein Abnehmprogramm erklärt.

"Das du das geschafft hast motiviert mich, das schaff ich auch."

 

Böse Zungen behaupten, das seit dem ein Butterwerk von Lurpak in Dänemark geschloßen werden mußte.

 

Das halte ich aber für ein Gerücht.

 

Mit viel Ausdauer und Disziplin, natürlich auch den Verzicht auf die gute gesalzene Butter, hat er es geschafft.

 

In 40 Wochen 25 Kilo weniger

 

Schade, daß ich nur ein "Nachher Bild" habe

 

 

Links, das ist Herbert. Wenn man genau hinschaut kann man doch sehen wie schlabbrig die Jeans vom Hosenbund fallen.

 

Mit seinen 25 und meinen 36  haben wir        

 

          zusammen 61 Kilo abgenommen.

 

                             Weiter so Herbert - bleib dran

 

Ihr seht also, ich bin kein Einzel- oder Sonderfall, das kann jeder.

 

                                             Du auch!

 

Du brauchst noch tipps, ich bin bereit.


 100,4 Kilo Nobody is perfect

29.01.2015

Mit der Matte über der Schulter komme ich grad aus der Donnerstagmorgen Gymnastik.

 

"Hallo Herr Schaefer, trainieren sie noch?" - " Äh, welches Training meinen Sie?"-

"Ha, ich lese da manchmal ihren Blog!" - "Ach, Sie sind meine Leserin, ja ja, das mach ich immer noch."

"Ich komm grad leider nicht so oft zum lesen!" - "Na, dann passt´s ja, ich komm grad auch nicht so oft zum schreiben!"

 

Weil der letzte Blog nun doch schon eine ganze Weile her ist, und für manche vielleicht ein bißle arg wissenschaftlich war, und trotzdem (oder gerade deshalb) sogar rekordverdächtig geklickt wurde, wirds mal wieder Zeit was persönliches zu bringen.

 

Weihnachten, Sylvester, Feiertage, 10 Tage Urlaub, wenig Bewegung (Schifahren verbrennt eben doch nicht so viel Kalorien wie Arbeit) und dann noch zu viel gutes Essen, Weinachtsbrötle, Stollen, Schnitzbrot .... .

Eine wischiwaschi Doku in "myfitnesspal" (Kalorienrechner) , schlecht geschätzt anstatt genau gewogen, da kommts wie es kommen muß!

 

                                 Insgesamt 6 Kilo zugenommen!

 

      Nobody is perfect! Nicht mal, oder schon gar nicht, ich!

 

Eigentlich wollte ich "U 100" durch den Winter kommen. Das ist mir leider nicht gelungen.

 

                                           102 Kilo

 

Also wieder zurück zu einem disziplinierterem Abnehmmodus , und genauer dokumentieren. Der Winter ist noch nicht vorbei, ich bin zuversichtlich wieder unter 100 Kilo zu kommen. Der Trend ist da. Aktuell bin ich jetzt bei knapp über 100, also 1,6 kg sind schon wieder runter.

 

Und demnächst gehts nach Fasching wieder in die Fastenzeit, das heißt für uns - sieben Wochen Verzicht auf Süßes.

 

Schließlich soll das Jahr 2014 nicht in meine Biografie als das Jahr eingehen indem ich 36 Kilo abgenommen hab und ein paar Monate unter 100 Kilo war.

 

"U 100" möchte ich schon noch ne weile halten.

 

Das wird nicht einfach werden. Ich bin mir sicher, Gewicht halten wird schwieriger als Abnehmen.

 

Kleine Undiszipliniertheiten, und ratz fatz sind die Kilos schneller wieder drauf als man sie abgenommen hat.

 

Ich bleib dran und werd weiter berichten.

 

 


 Lactose und die Unvertrglichkeit

07.12.2014

Alle gesunden neugeborenen Säugetiere bilden während der Stillzeit das Enzym Lactase, das den Doppelzucker Lactose (Milchzucker) in die verwertbaren Einfachzucker Galactose (Schleimzucker) und Glucose (Traubenzucker) spaltet.

 

Parallel zur Entwöhnung der Muttermilch, beim Menschen ca. bis zum 3 Lebensjahr, sinkt die Aktivität der Lactase. Es ist also gar nicht normal, daß wir Erwachsenen Milchzucker verdauen können.

 

Bei mangelhafter Lactaseaktivität gelangt ungespaltener Milchzucker in den Dickdarm wo er vergoren wird. Es entsteht Milchsäure, Methan und Wasserstoff.

 

Die Folge:

- Blähungen

- Magenkrämpfe

- flüssiger, übelriechender Durchfall

aber auch Kopfschmerzen, Schwindel und chronische Müdigkeit können die Folge sein.

 

Die Fähigkeit Milch zu verdauen hat sich in Europa erst zur Ausweitung der Landwirtschaft, Tierzucht und Milchwirtschaft, die vor ca. 8000 Jahren begann, in der Bevölkerung verbreitet.

 

So liegt der Anteil der Menschen in Deutschland, die M.z. (Milchzucker) nicht verdauen können heute immer noch bei 10 bis 15 Prozent.

 

In manchen Teilen der Erde wo Milchwirtschaft in der Vergangenheit keine große Rolle gespielt hat, z.B. in Asien, liegt der Anteil bei über 90%.

 

In Dänemark und Schweden bei nur 2%.

 

Wir sehen also, dort wo traditionell Milchwirtschaft betrieben wurde, hat sich diese genetische Neuerung über Jahrtausende durchgesetzt.

 

Was bei uns als Nahrungsmittelunverträglichkeit gilt, ist in anderen Ländern für Erwachsene der Normalzustand.

 

 Wie kann es zu einer Lactoseintoleranz kommen?

 

1. Die Angeborene LI:

Ist sehr selten und eindeutig krankhaft. Die Babys reagieren auf geringste Mengen mit schwerem Durchfalll und wären ob der hohen Dehydrierung alsbald in Lebensgefahr. Sie müssen deßhalb streng Lactosefrei ernährt werden.

 

2. Die "Normale" LI :

Ca. ab dem dritten Lebensjahr, spätestens nach Ende der Stillzeit, nimmt die Lactaseproduktion im Dünndarm ab.

Als Kind und Erwachsener kann man nicht ausreichend Lactose verdauen.

 

3. Die Erworbene LI (man konnte  in fortgeschrittenem Alter schon Lactose verdauen):

Da die Lactase in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet wird ist für die optimale Lactoseverdauung eine gesunde Darmschleimhaut und somit auch ein gesunder Darm von Nöten.

 

Werden die Zellen in der Schleimhaut angegriffen, geschädigt oder Entzündungen ausgesetzt sinkt ihre Leistungsfähigkeit.

 

Das kann verschieden Ursachen haben, die voraus gehen:

- Pilzinfektion (z.B. Candidabefall)

- andere Intoleranzen (Fructoseintoleranz)

- Darmkrankheiten (Morbus Cron, Zöliakie) oder

- bakterielle Darminfektionen

 

                      Gefahr erkannt - Gefahr gebannt!

 

Leider nicht immer! Manchmal sind die Zellen in der Darmschleimhaut so stark geschädigt, daß eine "normale" Produktion der Lactase nicht mehr möglich ist.

Die LI bleibt bestehen.

 

Sehr oft reicht es aus eine Zeit strikt auf lactosehaltige Nahrungsmittel zu verzichten, um zum "normalen" Zustand zurück zu kehren.

 

Das ist gar nicht so einfach!

 

Logisch! In Milchprodukten, Schokoladen (je heller desto mehr), Nougatcremes, Eiscremes, div. Backwaren, Cremesuppen und Dressings da wissen wir, das Lactose drin ist.

 

Wir konsumieren immer weniger naturbelassene, dafür immer mehr stark verarbeitete LM bei denen uns auf den ersten Blick nicht immer klar ist was, wo drin steckt.

 

Ein Blick in die Zutatenlisten und Beipackzettel, wenn überhaupt vorhanden, verschafft auch nicht immer Klarheit, weil Allergene und andere sensible Inhaltstoffe (Lactose) in Begriffe oder Angaben verpackt sind mit denen kaum jemand etwas ohne Lebensmitteltechnikstudium anfangen kann.

 

Oder!

 

Wer weiß schon das in Magermilchpulver 50% oder in Molkepulver sogar fast 80% Lactose enthalten sind.

 

Oder!

 

Lactose wird auch beigemischt, als:

- Bindemittel zur besseren Konsistenz verschiedenster Produkte

- Bräunungsmittel für Backwaren in Fertigmischungen und Backhilfsmitteln  (sowas      gibts bei uns natürlich nicht)

- Trägerstoff von Aromen und Süßstoffen

- Hilfsstoff bei der Herstellung von Arzneimitteln (z.B. Tabletten)

- Geschmacksverstärker in Wurstwaren und unzähligen Fertigmischungen (z.B. Soßenpulver)

 

Und!

 

Weil immer mehr Menschen von Krankheiten oder Unverträglichkeiten betroffen sind, bleibt denen entweder die Möglichkeit Zutatenlisten und Beipackzettel genau zu "studieren" oder auf LM zurückzugreifen bei denen man nicht erst auf den zweiten Blick sieht was drin ist.

 

Naturbelassene, nicht stark bearbeitete LM

 

LM oder Backwaren ohne Zusatzstoffe

 

Welche LM wieviel Milchzucker enthalten werd ich hier nicht auflisten, daß kann man im Internet viel besser nachlesen.

 

In unseren Backwaren und den zugehörigen Zutatenlisten werdet ihr keine verschleierten oder versteckten Zusatzstoffe finden.

 

Was da drin ist, darf auch rein!

 

Denn!

 

                            Weniger ist mehr!

 

Bei weniger Zusatzstoffen bleibt mehr Platz für Natürlichkeit und Geschmack.

 

 

 


 Gut zu wissen, was drin ist!

07.12.2014

Zum 13.12.2014 erlangt die LMIV (Lebensmittel Informationsverordnung) ihre volle Gültigkeit. Das erklärte Ziel:

Mehr Klarheit bei

- Allergenen

- Energie

- Nährwerten

- Lebensmittelimitaten und die

- Herkunft des Produkts

 

Für euch als Verbraucher bedeutet das eine unglaubliche Transparenz der Produkte.

 

Segen für alle, die aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen sind. Allergien und Unverträglichkeiten bestimmen von immer mehr Menschen den Alltag.

 

Segen und Fluch zugleich für alle, die einfach nur wissen wollen, was sie essen.

Wenn Allergenkennzeichnung und Inhaltsstoffangaben zu Romanen werden, könnte dem ein oder anderem beim Lesen schon der Appetit vergehen.

 

Fluch für uns, nicht nur, weil wir gefühlte 1000 Produkte neu durchleuchten und dokumentarisch festhalten müssen sondern weil auch in Zukunft jede Rezepturveränderung nur mit riesigem Verwaltungsaufwand möglich wird.

 

Und das kommt häufiger vor als man denkt.

 

Rohstoffe die plötzlich nicht mehr verfügbar sind,

Änderung der Rezepturen von Zulieferern,

Wechsel von Zulieferern die nicht die identischen Rohstoffe liefern,

Neue Rohstoffe mit anderen Inhaltsstoffen,

Rezepturverbesserungen mit anderen Rohstoffen.

 

                                          Aber, das ist gut so!

 

Es sollten sich viel mehr Menschen dafür interessieren,

                was wir essen und trinken.

 

Im internen Bereich haben wir für unsere Ladner mit den üblichen Zugangsdaten diese Informationen bereit gestellt.

 

Für unsere Ladenkunden haben wir ein Nachschlagewerk bereit gelegt.

Und für die, denen es nicht genug ist zu wissen, was, wo drin ist, gibts noch eine zusätzliche Spalte mit

V = Vegan

L = Lactosefrei

H = Hefefrei

damit auch die auf ihre Kosten kommen, die es interessiert was nicht drin ist.

 

In diesem Sinne, eine transparentere und gesunde Zukunft!


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